Während das im Handel erhältliche gewöhnliche Rindfleisch von Tieren stammt, die mittels Veranlagung, intensiver Kraftfuttermästung, Haltungsbedingungen und – oftmals bei ausländischen Fleischerzeugern – Verabreichung von Wachstumshormonen auf höchstmögliche Gewichtszunahme ausgerichtet wurden, wird die außergewöhnlich Qualität des Galloway-Genussfleisches durch  geradezu entgegengesetzte Umstände erzielt:

Durch das genetisch bedingte langsame Heranwachsen der Galloways erhält das Fleisch durch Fetteinlagerungen eine feine Marmorierung, welche – Fett ist auch bekannt als Geschmacksträger  – eine wesentliche Grundlage des einzigartigen Geschmacks bildet. Weiterhin verbringen die Galloways vom Haupthof von der immer im Freien stattfindenden Geburt an ihr gesamtes Leben mit viel Bewegung draußen auf den Weiden – stressfrei bis zur Schlachtung.

Die Galloways vom Haupthof werden zu über 95% mit Gras und auf den Weiden wachsenden Wildpflanzen ernährt, dass während des Sommerhalbjahres auf den hofeigenen Weiden und Brachflächen direkt abgefressen wird und im Winterhalbjahr in Form von auf diesen Weiden selbst gewonnener Gras- und Kräutersilage gefüttert wird. Die verbleibenden deutlich weniger als 5% setzen sich überwiegend aus Lockfutter wie Altbrot, Rübenschnitzeln und ein paar nach der Maisernte auf dem Feld verbliebene Maiskolben zusammen. Kraftfutter oder gar Hormone nebst anderen Wachstumsförderern kennen diese Galloways nicht.

Die Galloways vom Haupthof haben ganzjährigen Weideauslauf; im Gegensatz zur Stallhaltung in der Rindermast sind die Galloways  jeden Tag in Bewegung – der damit einhergehende Energieverbrauch geht natürlich zu Lasten der Gewichtszunahmen.

Nur so kommt die einzigartige Fleischqualität zustande, welche mit herkömmlichen Rindfleisch nicht vergleichbar ist.

 

Neben seinem hervorragenden Geschmack zeichnet sich Galloway-Genussfleisch aus natürlicher Aufzucht durch seinen hohen gesundheitlichen Wert aus. An erster Stelle ist hier die außerordentlich günstige Zusammensetzung der verschiedenen Fettsäurenanteile zu nennen. Dieser beruht ganz wesentlich auf dem Verhältnis der (vorteilhaften) Omega-3 zu den (schädlichen) Omega-6  Fettsäuren (Detaillierte Quellennachweise befinden sich am Ende dieses Abschnitts):

Omega 3                                                 Omega 6

Hemmung der Blutgerinnung                   Förderung der Blutgerinnung
Hemmung der Entzündung                      Förderung der Entzündung
Hemmung der Arteriosklerose                  Förderung der Arteriosklerose

Erschreckend ist die Bilanz des Verhältnisses der positiven Omega-3 zu den negativen Omega 6-Fettwerten bei der Verabreichung von Kraftfutter im Vergleich zu Grasprodukten:

Fettsäurenverhältnis im Futter:                                            

 

Omega-3

 

Omega-6

 

 

 

 

Gras

1

:

0,25

Anwelksilage

1

:

0,33

Heu

1

:

1,56

Kraftfutter

1

:

9,50

Die Art des verabreichten Futters wirkt sich damit ganz entscheidend auf die Zusammensetzung der Fettsäuren der verschiedenen  Rindfleischsorten aus:

 

Omega-3

 

Omega-6

 

 

 

 

Galloway

1

:

1,71

Schweizer Rindfleisch

1

:

3,6

US Beef

1

:

7,0

Zum Vergleich:

 

 

 

Lachs

1

:

3,6

 

Obwohl „Galloways“ die Bezeichnung einer Rinderrasse bedeutet,  käme es somit einer Irreführung gleich, Galloway-Genussfleisch nur als „Rindfleisch“ zu bezeichnen.

Durch die Extensivhaltung ergeben sich weit höhere Erzeugungskosten als in der normalen Rindermast. Dies wird von qualitätsbewussten Verbrauchern honoriert: Trotz der im Vergleich zu herkömmlich erzeugtem Rindfleisch höheren Verkaufspreise lässt sich Galloway-Genussfleisch zügig absetzen.

Die höheren Galloway-Genussfleischpreise haben Begehrlichkeiten geweckt: Versuche, die Tageszunahmen bei Galloways durch Anwendung der üblichen Mastmethoden massiv zu steigern sind – glücklicherweise – gründlich daneben gegangen: Durch Verfettung dieser Tiere wie auch die ungünstige Verschiebung der Omegafettsäurenanteile blieb die Fleischqualität auf der Strecke.

Nachfolgend werden die Quellen wiedergegeben, aus denen die  vorangestellten Aussagen entnommen wurden:

Der Mediziner Dr. med. Heinz Mastall veröffentlichte (http://www.westerwaelder-farmhouse.de/omega3.html) einige grundsätzliche Aussagen zur Bedeutung der Fettsäuren für den menschlichen Organismus:

Lebenswichtige Fettsäuren

Fette und ihre flüssige Form, die Öle, setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen.
Die Wichtigsten davon sind die Fettsäuren. Ihre Zusammensetzung sowie das Verhältnis unter-einander entscheidet, ob ein Fett gesund ist oder nicht.

Lebensnotwendig sind die sogenannten essentiellen Fettsäuren. Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen, sondern muss sie mit der Nahrung aufnehmen: Es sind die Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Obwohl sie sich chemisch nur durch eine Doppelbindung unterscheiden, haben sie sehr unterschiedliche Wirkungen auf die Gesundheit. 

Unser Körper kann die Omega-3-Fettsäuren aus der pflanzlichen Vorstufe, der Alpha-Linolensäure, die man in Salaten, Gemüsen, Samen und Ölen findet, herstellen. Oder er nimmt die Omega-3-Fettsäuren in der bereits verwertbaren Form aus Fleisch oder Fisch auf. Dies ist aber nur möglich, wenn die Nutztiere oder die Fische auf unserem Speiseplan ausreichend Grünfutter oder Plankton oder Algen fressen konnten. Da die meisten Nutztiere, besonders Wiederkäuer sowie auch Fische in Zuchtanlagen mit Getreide (reich an Omega-6-Fettsäure) gefüttert werden enthält das Fleisch zu viel Omega-6-Fettsäuren. Nach Servan Schreiber fördern zu viel Omega-6-Fettsäuren in unserer Nahrung Entzündungen und können nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen chronische Krankheiten einschl. Krebs begünstigen.

Während seit tausenden von Jahren die Ernährung eine gesunde Mischung von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren enthielt, hat sich dieses Verhältnis durch die Intensivierung der Landwirtschaft entscheidend geändert.“

 

Diese Aussagen werden gestützt durch einen von zwei Tierärzten verfassten 1996 im „Galloway Journal“ erschienenen Aufsatz:

´gesund leben - gesund werden´
Von Drs. Hans-Jürgen Apelt und Michael Vix

Im Galloway - Journal 1996 wurde von Matthes und Mitarbeitern Gallowayfleisch als "besonders diätisches Fleisch, dessen Verzehr sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und somit auf die Gesunderhaltung des Menschen auswirkt" bezeichnet. Dr. Mastall prägte den Begriff "Gallowayfleisch - Das Gesundheitsfleisch".

Gestützt wurde diese These durch den hohen Gehalt an Omega 3-Fettsäuren. Es handelt sich hierbei um mehrfach gesättigte Fettsäuren, die essentiell sind, also im menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden können und daher über die Nahrung zugeführt werden müssen. Sie vermindern durch ihren LDL - cholessterin-senkenden Effekt vor allem die Thromboseentstehung und beugen so Gefäß- und Herzerkrankungen vor.

Der hohe Gehalt an Omega 3-Fettsäuren im Gallowayfleisch ist sowohl durch die ganzjährige Weidenhaltung als auch durch Rasseeinflüsse bedingt. Im Gegensatz zu intensiv gemästeten Rindern hat das Fleisch der extensiv gehaltenen Galloways einen Gesamtfettgehalt unter 3 %, bei einem Gehalt an ungesättigten Fettsäuren von ca. 98 %. Zurückzuführen ist diese Fettzusammensetzung auf die Aufnahme großer Mengen von Gras, das reich an essentiellen Fettsäuren und insbesondere reich an Omega 3-Fettsäuren ist. Matthes und Mitarbeiter (1996) konnten in Fütterungsversuchen zeigen, dass Tiere der Rasse Schwarzbuntes Milchrind bei gleicher Fütterung einen geringeren Gehalt an Omega 3-Fettsäuren im subcutanen Fettgewebe und im Muskelfleisch aufweisen als Rinder der Rasse Galloway.

Ungesättigte Fettsäuren beugen jedoch nicht nur Herzkreislauferkrankungen vor. Die Beobachtung, dass Eskimos in Alaska und Grönland zum einen seltener an Herzkreislaufproblemen leiden, zum anderen aber auch seltener an Tumoren erkranken, als die Bewohner der westlichen Industrienationen, führten zu Untersuchungen dieses Phänomens. Dabei wurde der hohe Gehalt der Nahrung der Eskimos an Omega 3-Fettsäuren aus Fisch und Robbenöl auch für die geringen Zahl an Tumorerkrankungen als Ursache angenommen.

Versuche an Ratten mit Dickdarmkrebs, Gesäugetumoren und transplantierten menschlichen Prostatatumoren scheinen dies zu bestätigen. Tisdale und Dhesi berichteten 1990 von Untersuchungen an Ratten mit experimentell erzeugten Colon-Adenokarzinomen. Es gelang ihnen zu zeigen, dass Tiere, die eine Diät mit einem hohen Gehalt an Omega3-Fettsäure erhielten, weitaus geringere tumorbedingte Gewichtsverluste erwiesen, als Tiere, die mit konventionellem Futter ernährt wurden. Unter der Omega 3-Fettsäure Diät wuchsen die Tumore deutlich langsamer, selbst sechswöchige Gaben von bis zu 50% Omega 3-Fettsäuren als Bestandteil der täglichen Futterration zeigten keinerlei negative Nebenauswirkungen.

Auch Ramesh und Mitarbeitern (1992) belegten an Hand von Zellkultur- und Tierversuchen, dass ungesättigte Fettsäuren sowohl das Wachstum von Tumorzellen hemmen, als auch Tumorzellen abtöten können. Eine weitere Gruppe von Untersuchern konnte bei Hunden, die an nasalen Tumoren litten, zeigen, dass diese Tiere eine Strahlentherapie weitaus besser tolerierten, wenn sie eine Omega 3-Fettsäurehaltige Diät erhielten (Anderson u. Mitarbeiter, 1997)

Auf Grund der gesundheitsfördernden Wirkungen von Omega 3-Fettsäuren ist die Lebensmittelindustrie inzwischen dazu übergegangen, diese Fettsäuren ihren Produkten zuzusetzen. Derart künstlich angereicherte Lebensmittel, zum Beispiel auf der Basis von Schweinefleisch, werden unter dem Aspekt "Gesunde Ernährung" im gehobenen Preissegment vermarktet.

Neben Omega 3-Fettsäuren spielen jedoch auch konjugierte Linolsäuren als wertvoller Bestandteil des Wiederkäuerfleisches offensichtlich eine wichtige Rolle.
Konjugierte Linolsäuren werden im Pansen von Wiederkäuern unter der Mitwirkung von Pansenbakterien gebildet. Aus diesem Grund sind sie in Lebensmitteln, die nicht von Wiederkäuern stammen gar nicht oder nur in geringem Gehalt zu finden. Sie werden durch Kochen oder Braten des Fleisches nicht verändert und haben sich in Tierversuchen als krebshemmend, sowie bei einigen Tierarten als der Arteriosklerose entgegenwirkend erwiesen. Sie stimulieren das Immunsystem und fördern den Aufbau von Muskelmasse bei gleichzeitigem Abbau von Körperfett. Jahreis (1999) empfiehlt daher den verstärkten Verzehr von Wiederkäuerfleisch.

Während vom Verzehr größerer Mengen "roten Fleisches" aus gesundheitlichen Gründen allgemein abgeraten und vielmehr der Verzehr von Geflügel und Fisch propagiert wird, kann dies für Gallowayfleisch nicht gelten. Gallowayfleisch ist nicht nur wegen seines geringen Fettgehaltes, sondern auch wegen seiner besonderen Fettzusammensetzung als besonders wertvoll zu bezeichnen.

Es bleibt somit festzuhalten: Gallowayfleisch ist das Gesundheitsfleisch!

Zusammenfassend kann gesagt werden:
Tumorpatienten können durch den Verzehr von Nahrungsmitteln mit erhöhtem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren - z.B. Gallowayfleisch - nicht nur länger leben, sondern sie haben auch eine bessere Lebensqualität, denn ein erhöhter Gehalt an Omega-3-Fettsäuren hemmt das Tumorwachstum und die Ausbreitung der Krebserkrankung, wirkt einer KRebsachexie entgegen durch Verringerung des Proteinabbaus, verbessert die Immunfunktion und verringert Strahlenschäden, vor allem bei gesunden Zellen.

Das Leben ist viel zu kurz, um anderes außer gesundes Fleisch - sprich Gallowayfleisch - zu essen! “

Abschließend ein Auszug aus einem Artikel im Galloway-Journal 2013, S. 143 ff.; worin über einen Vortrag Berchtold von Fischers, Geschäftsführer der Swiss-Galloway-Society und erfahrener Mediziner, berichtet wird (mit geringfügigen sinnwahrenden Änderungen):

„Die Qualität der Fleischeigenschaften bezüglich ihres

und die Produktionsqualität unter den

sind heute Themen, denen sich niemand von uns ganz entziehen kann. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz sind mit den europäischen Bedingungen, ganz speziell im Subventionsbereich, nicht vergleichbar. Sie bilden die Grundlage für

So, wie wir es auch in Deutschland erleben, wird hierbei die Erhaltung des Grünlandes allzu oft vernachlässigt. Bezüglich der Umweltdiskussionen informierte er noch über die Wichtigkeit der

Eigenproduktion des Raufutters zur Produktion co²-neutralen Fleisches. Die Fleischqualität und die Gesundheit des Menschen stehen heute in einer direkten Kausalität. Es wurde die Zusammensetzung des Fleisches und die Funktion des Fettgewebes erklärt. Ein starker Wandel aus der Historie bis heute, vom Sättigen der Menschen bis zum modernen Geschmacksträger, der zwar seine positiven Seiten erfüllen, aber die negativen Seiten der Gewichtszunahme bitte vermeiden soll.

In der Beleuchtung der gesundheitlichen Aspekte werden folgenden Themen immer wieder diskutiert:

B. von Fischer wies deutlich darauf hin, dass bei einer zukunftsorientierten Betrachtung des Themas die Bereiche Hormone und Herz, sowie die Kreislauferkrankungen diejenigen sind, mit denen wir uns als Fleischproduzenten beschäftigen müssen. Er stellt die berechtigte Frage, warum im Bereich der Hormonbehandlung in der Tierhaltung erlaubt ist, was im Sport unter dem Begriff Doping verpönt und zum sofortigen Ausschluss des Akteurs führt. Das Thema „Einfluss der Tierfütterung auf Herz- und Kreislauferkrankungen oder Kraftfutter zur Schwächung des menschlichen Herzens“ ist eines der ganz großen Anliegen des Referenten.

Auf Basis der schon häufiger zitierten wissenschaftlichen Ausarbeitungen des Professors Ender verstand B. von Fischer es, allen Zuhörern klar zu machen, dass wir uns als Gallowayzüchter einfach darauf beschränken müssen, unsere Tiere mit guten Grasprodukten und sauberem Wasser zu ernähren. Dieses ist eine Grundlage, dass wir „fast zwangsweise“ gesundes Fleisch produzieren.

Erschreckend ist die Bilanz des Verhältnisses der positiven Omege-3 zu den negativen Omega 6-Fettwerten bei der Verabreichung von Kraftfutter im Vergleich zu Grasprodukten:

Fettsäurenverhältnis im Futter:

 

Omega-3

 

Omega-6

 

 

 

 

Gras

1

:

0,25

Anwelksilage

1

:

0,33

Heu

1

:

1,56

Kraftfutter

1

:

9,50

Fettsäuren verschiederer tierischer Produkte:

 

Omega-3

 

Omega-6

 

 

 

 

Galloway

1

:

1,71

CH Rindfleisch

1

:

3,6

US Beef

1

:

7,0

Lachs

1

:

3,6

Wichtig ist das Gleichgewicht zwischen

Omega 3                                                 Omega 6

Hemmung der Blutgerinnung                   Förderung der Blutgerinnung
Hemmung der Entzündung                      Förderung der Entzündung
Hemmung der Arteriosklerose                  Förderung der Arteriosklerose

Eine Untersuchung (Blood Levels of omega-3 Fatty Acids and the Risk of sudden death Albert CM, Campos H, et al., N Engl J Med 2002;346(April):1113-1118.) ergab:

Je höher der Omega-3-Fettsäure-Gehalt im Blut, desto geringer das Risiko, an einem akuten Herzversagen zu sterben.

Anhand von Ultraschallbildern wurde gezeigt, wie wichtig eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Entwicklung des Gehirns beim menschlichen Fötus ist. Sie ist mit entscheidend für

 Kognitive Entwicklung und die Entwicklung der Retina.

Abschließend wurde noch einmal deutlich gemacht, dass es den Menschen nicht hilft, wenn sie glauben; mit vermehrtem Fischessen dieser Gefahr ausweichen zu können. Der stark anstei-   gende Anteil in Fischfarmen und Aquakulturen produzierter Fische wird mit den gleichen Medikamenten behandelt, wie sie in der Massentierhaltung an Land eingesetzt werden (AmJ Epidemol, 2008 Oct 15; 168(8)958-65 Halldorsson TI et al.

Maternal Nutrion Group (DK) Schwangerschaftskomplikationen im Zusammenhang mit der Konsumation von fetten Nordseefischen: Dänische Schwangere werden gewarnt! “